„VfL Informiert“ – Oberharzer Wasserwirtschaft
Die vorletzte Reise des Kalenderjahres 2017 zog 31 Mitglieder des VfL Wolfsburg e.V. erneut in den Harz. Genauer gesagt nach Sankt Andreasberg zur Grube Samson. Schon auf der Busfahrt sind einige ins Schwärmen gekommen. Bei schönstem Herbstwetter mit strahlendem Sonnenschein sah man links und rechts die herbstlichen Bäume in den buntesten Farben erstrahlen.
Angekommen in Sankt Andreasberg nahm uns Diplom-Forstwirt Christian Barsch in einem fesselnden Vortrag mit in „seine Welt“. Angefangen hat die Führung mit einem Einblick in die Arbeit und das Leben eines Bergmannes. Mit einfachsten Mitteln baute man damals hunderte Meter tiefe und breite Schächte aus, um dort wertvolle Eisen zu gewinnen. An einem Tag konnte sich ein einziger Bergarbeiter keine 5cm vorgraben. Stets begleitet wurden die Schwerstarbeiter von einem Kanarienvogel, der eine sehr wichtige Rolle übernahm. Kanarienvögel sind sehr empfindlich, was giftige Gase angeht und dementsprechend konnte der Bergarbeiter rechtzeitig reagieren und den Schacht verlassen.
Allein für das Einfahren, wie die Bergleute den Auf- und Abstieg bezeichneten, haben die Arbeiter oft bis zu 4 Stunden gebraucht, die auf die anstrengenden 8 Arbeitsstunden bei etwa 35 Grad noch draufgerechnet werden mussten. Am Tag verbrachte ein Bergarbeiter also 12 Stunden in der Grube und musste meistens noch einen Fußmarsch von etwa einer Stunde für den Heimweg auf sich nehmen. Deutlich einfacher wurde das Einfahren dann durch die Erfindung der durch ein Wasserrad angetriebenen „Fahrkunst“. Sie ermöglichte es den Bergarbeitern durch einfaches Umsteigen auf schmale Bretter, die an entgegengesetzt laufenden Stangen auf und ab fahren, hinunter zu fahren. Nun brauchte man keine Stunde mehr, um an seinen Arbeitsplatz zu gelangen. Gleichzeitig sank der Kraftaufwand auf ein Minimum. Die „Fahrkunst“ in der Grube Samson ist übrigens die einzige noch fahrtüchtige auf der Welt.
Die Grube Samson zu betreten blieb uns leider verwehrt, da eines der Wasserräder eine leichte Schräglage hatte und jederzeit hätte umkippen können. Stattdessen konnte, wer wollte, mit einem Helm bewaffnet das ebenerdig zu begehende Bergwerk Catharina Neufang von innen betrachten. Wasser tropfte von der Decke und es war sehr kalt. Keine schönen Arbeitsbedingungen. Vor einem 240 Meter in die Tiefe ragenden Schacht blieben wir stehen und Herr Barsch warf einen Stein hinunter. Es war erstaunlich, wie lange es dauerte, bis man diesen auf dem Boden einschlagen hörte.
Wieder im Tageslicht angekommen, hatten die Mitreisenden die Chance sich etwas in dem Bergbaumuseum umzusehen, während der Reiseleiter und Herr Barsch ein kleines Picknick in wunderschöner Idylle vorbereiteten.
Gut gestärkt ging es anschließend mit dem Bus zum ein paar Kilometer entfernten Oderteich. Von hier aus wurde das Wasser bezogen, welches die Wasserräder in Bewegung brachte und den Bergbau überhaupt erst ermöglichte. Hier draußen ist der gelernte Förster Herr Barsch zu Hause und das merkte man auch. Überhaupt war die Art seines Vortrages keineswegs langweilig. Wegzuhören war fatal, denn es bestand stets die Gefahr, etwas neues Spannendes und Verblüffendes über damals, heute oder in ein paar Jahren zu verpassen.
Ein rundum gelungener Tag, der gegen 16:30 am Elsterweg wieder endete.
P.S. Der Wald stirbt nicht!
„VfL-Informiert“ – Fahrsicherheitstraining und Geländeparcours
Am Mittwoch den 16. August 2017 hatten es die Teilnehmer der Sport trifft Kultur Veranstaltung nicht weit. Einige haben den Weg in die Autostadt sogar zu Fuß zurückgelegt. Aufgeteilt in zwei Gruppen, machten sich die einen auf den Weg über die Brücke zum Geländeparcours, die andere Gruppe setzte mit einem Solarboot zum Fahrsicherheitstraining über.
Das Fahrsicherheitstraining:
Hier wurden hauptsächlich Bremsmanöver geübt. Zu zweit in einem gestellten Auto der Autostadt, sollte jeder einmal eine Vollbremsung durchführen. Als alle einmal "voll in die Eisen" gegangen waren, erklärte der Fahrlehrer, worauf man bei der Sitzeinstellung achten sollte. Einige Fahrer schraubten nun an ihren Sitzen und stellten mit Erstaunen fest, dass der Kraftaufwand für eine Vollbremsung nun deutlich geringer war. Im Anschluss wurden noch einige Bremsvorgänge in unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf trockener, nasser und glatteissimulierter Fahrbahn durchgeführt.
Den Teilnehmern sollte verdeutlicht werden, welche Strecke ein Auto für den Bremsweg benötigt, wie lange das Gehirn braucht die Signale an die Füße weiter zu geben und zu was ein Auto in der heutigen Zeit fähig ist. Ob mit Händen am Lenkrad, oder einfach in die Luft gehoben, das Auto blieb beim Bremsen immer in der Spur geblieben, bis es endgültig stand.
Eine gute Erfahrung, die hoffentlich einige dazu bewegt, sich etwas vorsichtiger und rücksichtsvoller im Straßenverkehr zu verhalten.
Der Geländeparcours:
Mit 2-3 Leuten plus Fahrlehrer wurden die Touaregs, Tiguane und Amaroks besetzt. Die erste Runde übernahm dann der Fahrlehrer, der erst einmal die vielen Details im Auto erklärte, um im Gelände bestmöglich voran zu kommen. Anschließend durfte die Runde dann jeder fahren, der sich traute (natürlich nur nach Vorlage des gültigen Führerscheines). Ob 30 Grad Steigung, Seitenneigung, bei der man das Gefühl hatte gleich umzukippen, oder mit zwei Rädern in der Luft. Ein riesiges Erlebnis sowohl für den Fahrer, als auch für die Beifahrer, auch wenn wohl die wenigsten in ihrem Alltag in diese Situationen kommen.
Zum Abschluss gab es dann noch eine kleine Schifffahrt mit gemütlichen Beisammensitzen, um die Erlebnisse noch einmal mit den anderen zu teilen.
„VfL auf Reisen“ – Schnaps und Schifffahrt
Am Freitag den 19.06.2017 war der Harz das Reiseziel der Ü60er des VfL Wolfsburg.
Die erste Etappe war die Schnapsbrennerei in Wöltingerode. Hier gab es erst eine kurze Führung über das ehemalige Klostergelände, welches heute ein Hotel ist, bevor es in die Brennerei ging. Es folgten Informationen über die gesamte Geschichte der Schnapsbrennerei und anschließend ging es dann zur Verköstigung. Es standen verschiedene Schnäpse aus eigener Produktion zur Auswahl, die alle probiert werden durften. Doch wer sich hier durch das komplette Sortiment gekostet hätte, hätte wohl von den restlichen Programmpunkten nicht mehr so viel mitbekommen.
Als nächstes stand dann nämlich eine Schifffahrt auf dem Okersee an. Auf einem von gerade mal zwei erlaubten motorisierten Schiffen auf dem Okersee wurde das Mittagessen serviert. Und begleitet von interessanten Informationen über die Entstehung und technischen Daten der Staumauern sowie sämtlicher Gegebenheiten wurde die 1 ½ stündige Fahrt zu einem spannenden Erlebnis.
Anschließend ging es direkt weiter. Am Bus erwartete uns bereits eine Harzführerin, die uns bei einer kleinen Bustour durch den Harz einige spannende Hintergrundinformationen erzählte. Hier war das Highlight die Stabholzkirche in Hahnenklee. In einem kurzen Informationshörspiel wurde auf interessante Art und Weise die Kirche vorgestellt.
Besucht wurde auch das Königreich Romkerhall. Es liegt in einer traumhaften Landschaftkulisse, umschlossen von Wäldern, Bergen und der Oker. Hier befindet sich auch der Romkerhaller Wasserfall, der mit seinen 64m der höchste Wasserfall Norddeutschlands ist.
Gegen 18 Uhr traf die Gruppe dann wieder in Wolfsburg ein.
Sei es eine riesige Bierflasche in Wöltingerode oder das klitzekleine Königreich Romkerhall - die Reisenden bekamen auch an diesem Tag wieder einiges geboten.
„VfL auf Reisen“ Serengetipark Hodenhagen
Am Dienstag den 25. April ging es für 45 Sport trifft Kultur Teilnehmer auf Serengeti.
Gestartet wurde um 7.30 Uhr am Elsterweg, wo Busfahrerin Conni schon bereit stand,
um die Gruppe wieder einmal sicher ans Ziel zu bringen. Nach der Ankunft in Hodenhagen
gegen 10 Uhr gab es die Möglichkeit sich kurz die Beine zu vertreten, ehe es nahtlos im
Programm weiter ging. Wolf, der Busfahrer des Serengetibusses, stand bereits in den
Startlöchern. Die Passagiere machten es sich in dem Doppeldeckerbus bequem und schon
begann die Reise durch das 200ha große Areal, in dem die verschiedensten wilden Tiere ihr
zu Hause haben.
Beim jeweiligen Übergang des einen Kontinents in einen anderen waren große Schilder zu
sehen, auf denen zu lesen war, dass sowohl das Füttern der Tiere aus dem Fenster heraus,
als auch das Aussteigen aus dem Auto strengstens verboten ist. Der einzige Kontinent in
dem das erlaubt war, ist Europa. Kaum stand der Bus, da kam eine Horde von Schafen,
die die Parkbesucher herzlich begrüßten, in der Hoffnung den ein oder anderen Leckerbissen
zum Frühstück abzustauben. Nach einer etwa 10 minütigen Streichelpause ging es weiter
und es wurde noch interessanter. Der Bus fuhr vorbei an verschiedenen Tiger- und Löwenarten, die nicht einmal zwei Meter vom Bus entfernt umherliefen. Das Highlight der Bustour war ein Löwe, der sich an einem in etwa drei Meter Höhe hängendem Kuhkopf zu schaffen machte. An dieser Stelle konnte der Reiseleiter etwas durchatmen, denn damit wurde der aus einigen Ecken zu vernehmende Plan, jemanden aus der Gruppe ins Gehege zu schicken und für etwas Action zu sorgen, ad acta gelegt.
Im Anschluss an die einstündige Busfahrt hatte die Gruppe die Möglichkeit den Park auf eigene Faust zu erkunden. Wer nicht unbedingt in eine der zahlreichen Fahrattraktionen einsteigen wollte, hatte die Möglichkeit sich ins Affengehege zu begeben, oder einen kleinen Fußmarsch zu den Elefanten zu machen.
Um 13 Uhr traf sich die Gruppe zum Essen. In etwa mit der Begrüßung der Kellnerinnen fing draußen an die Welt unter zu gehen. Es regnete in Strömen und alle waren froh im Trockenen und Warmen eine wohl verdiente Mahlzeit zu sich zu nehmen.
Weiter im Programm ging es mit der „Jambo Bongo“ Show, bei der einige Akrobaten, Musiker
und Tänzer das Publikum mit atemberaubenden Stunts zu mitreißender Musik verzauberten.
Ob das Jonglieren eines Tisches mit den Füßen, Meter hohe Menschenpyramiden oder simple Tanzeinlagen, das Publikum kam aus dem Staunen nicht mehr raus.
Im Anschluss daran gab es noch einmal Kaffee und Kuchen, ehe Conni die Reisegruppe
sicher zurück in die Heimat brachte.
VfL Wolfsburg e.V. auf „Sendung“: Zu Gast beim NDR
Das NDR – Funkhaus in Hannover war das Ziel von fast 50 erlebnishungrigen und wissbegierigen VfL-Mitgliedern, die sich vorgenommen hatten, einmal hinter die Kulissen von Hörfunk und Fernsehen des Marktführers NDR zu schauen. Auch in der Hoffnung, einmal den einen oder anderen Moderator live zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht. Jens Krause, einer der bekanntesten Hörfunk-Moderatoren auf der Welle von NDR 1 Niedersachsen, gab eine launige Einführung und bereitete die VfL-Besuchergruppe „60plus“ bestens auf die Besichtigungstour durch das weitläufige Funkhaus vor. Und zwischen „Tür und Angel“ konnten die NDR-Gäste auch einen schnellen Blick auf Michael Thürnau erhaschen, bekannt seit vielen Jahren als sympathischer Hörfunk- und Fernsehmoderator (Bingo!).
Aber es gab auch viel zu sehen. So zum Beispiel den kleinen Sendesaal, der noch aus den fünfziger Jahren stammt und inzwischen denkmalgeschützt ist. Etwa 300 Besucher finden hier Platz und können an vielen Tagen und Abenden im Jahr Lesungen und musikalischen Darbietung lauschen. Ein Stück Nostalgie im NDR-Landesfunkhaus. Kontrastprogramm war dann die Besichtigung des großen Sendesaals mit Platz für mehr als 1000 Gäste. Von hier strahlte der NDR zum Beispiel die eine oder andere Quizsendung mit Hans-Joachim Kulenkampff (EWG) aus, Musik-Revuen fanden von hier den Weg in Millionen-Fernsehhaushalte und die Konzerte der NDR-Radio-Philharmonie zählen zu den Leckerbissen der Musikfreunde.
Auf dem aktuell höchsten technischen Stand präsentierte sich das Fernseh-Studio. Regieraum und Studio, Wunder der Technik. Von hier aus wird jeden Tag live das Landesmagazin „Hallo Niedersachsen“ gesendet, werden Moderationen und ganze Sendungen wie „Nordtour“ und „Nordseereport“ oder regionale Nachrichten-Sendungen aufgezeichnet oder gehen auch von hier aus live auf Sendungen genauso wie Zuspielungen für die „Tagesschau“ und die „Tagesthemen“.
Um die vielen neuen Eindrücke auch bestens verdauen zu können, saß die Besuchergruppe nach der Besichtigungstour noch in der NDR-Kantine beisammen. Gesprächsstoff gab es ja genug.
Die nächste Veranstaltung von „Sport trifft Kultur“ findet am 25. April statt. Dann geht es gemeinsam auf Safari, Ziel ist der Serengetipark Hodenhagen.